Die Zofen
10 Juni 2018

Die Zofen

von Jean Genet

Premiere war am 11. April 2015, Schauspielhaus Zürich | Pfauen

Claire: Lena Schwarz
Solange: Olivia Grigolli
Die gnädige Frau: Susanne-Marie Wrage

Regie: Bastian Kraft
Bühne und Kostüme: Ben Baur
Musik: Arthur Fussy
Video: Kevin Graber
Licht: Michel Güntert
Dramaturgie: Andreas Karlaganis
Regieassistenz: Hans-Christian Hasselmann
Bühnenbildassistenz: Marie-Luce Theis
Kostümassistenz: Selina Tholl
Regiehospitanz: Silja von Hopffgarten
Bühnenbildhospitanz: Margaux Koch
Souffleuse: Katja Weppler
Inspizienz: Dagmar Renfer

Die Schwestern Claire und Solange dienen als Zofen bei der gnädigen Frau und planen, sie zu vergiften. Monsieur haben sie mit anonymen Briefen unschuldig ins Gefängnis gebracht. Durch eine Tat, die er nicht begangen hat, ist er für die Zofen zum glorreichen Verbrecher geworden, den sie bedingungslos lieben. Nun proben sie die Ermordung der Gattin: Claire, im Kleid der gnädigen Frau, gibt die Herrin, die grausam und höhnisch die Zofe Claire, gespielt von Solange, erniedrigt. Der Auftritt der wahren gnädigen Frau, die den Schwestern mit falschem Respekt und geheuchelter Dankbarkeit begegnet, treibt das Spiel um Macht und Erniedrigung weiter. Ein Telefonanruf unterbricht den Reigen zwischen Illusion und Wirklichkeit. Überraschend wird Monsieur aus dem Gefängnis entlassen. Die Herrin lässt den vergifteten Lindenblütentee unberührt stehen und die delinquenten Dienstmädchen sehen sich um die „Schönheit ihres Verbrechens“ betrogen.

Jean Genet (1910-1986), Homosexueller, Krimineller und einer der bedeutendsten Dichter Frankreichs, blieb bis zum Ende seines Lebens ein radikaler Aussenseiter. Dessen weltberühmtes Kammerspiel „Die Zofen“ wird von Bastian Kraft inszeniert, der sich dem Zürcher Publikum mit Hesses „Der Steppenwolf“ vorgestellt hat.

Trailer Schauspielhaus Zürich

Fotos: Schauspielhaus Zürich